54-68 n. Chr. "Vorherrschend aber war zu allen Zeiten bei ihm das leidenschaftliche Streben nach dem Beifall des Publikums. In dieser Beziehung war er auf jeden eifersüchtig, der nur irgendwie Beifall bei der Menge fand. Man glaubte allgemein, nachdem er als Sänger und Schauspieler die Siegeskrone gewonnen, werde er sich im nächsten Lustrum bei den Olympischen Spielen sogar soweit herablassen, als Athlet aufzutreten. Man sah ihn nämlich täglich sich im Ring üben. Auch hatte er den gymnischen Wettkämpfen in ganz Griechenland immer nur so beigewohnt, daß er, gleich den Brabeuten, seinen Sitz dicht neben den Kämpfern im Stadium auf der Erde nahm und die kämpfenden Paare, die etwa zu weit aus der Linie gekommen waren, eigenhändig wieder an den richtigen Platz schob. Desgleichen hatte er sich vorgenommen, da man bereits von ihm sagte, er komme im Gesange Apollo und im Wagenlenken dem Sonnengott gleich, nun auch noch die Taten des Herkules nachzuahmen. Er soll bereits einen Löwen haben abrichten lassen, den er mit einer Keule erlegen oder durch Umschlingung mit den Armen in der Arena des Amphitheaters vor den Augen des Volkes nackt erwürgen wollte. Sicher ist, daß er gegen Ende seines Lebens öffentlich das Gelübde getan hatte: wenn seine Herrschaft bestehen bliebe, wolle er bei den Spielen zur Feier seines Sieges auch als Wasserorgel-, Flöten- und Dudelsackspieler und am letzten Tage als Ballettänzer auftreten und Vergils Turnuv tanzen." "Er
starb zweiunddreißig Jahre alt, an demTage, an welchem er einst Octavia "Er hatte nahezu die gewöhnliche Größe. Sein Körper war mit Flecken bedeckt -, das Haar gelbblond, sein Gesicht mehr schön als anmutig, die Augen blaugrau und sehr schwach, der Nacken feist, der Bauch stark vortretend, die Schenkel überaus dünn und seine Gesundheit fest." (Sueton, Nero Claudius Cäsar, 53, 54, 57, 51) | ||
|
www.ars-replica.com
Manufaktur Christian Baur |