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Wer
war Amenophis III ?

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Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer
Kulturbesitz. Ägypten, Neues Reich,
18. Dynastie, um 1380 v. Chr., Steinguss € 129,00
Unter
seiner Ägide erlebte Ägypten eine Blütezeit.
Amenophis III. regierte Ägypten 1403- 1365 vor Christus
und brachte dem Land durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik,
gesichert durch ein Abkommen mit dem Mitanireich, eine Periode
des Friedens, in der sich Kunst und Kultur reich entfalten
konnten. Die erhaltenen Überreste zeugen von einer
regen Bautätigkeit mit größter Prachtentfaltung:
Der Amun- Tempel in Karnak wurde erweitert und der Luxor-Tempel
errichtet. Von Amenophis´ Totentempel in Theben sind
heute nur noch die Memnonkolosse vorhanden, zwei etwa 20
Meter hohe Sitzstatuen des Königs.
Unter
Amenophis III. begann auch der Bruch mit der Tradition.
Er heiratete keine Frau königlicher Abstimmung, sondern
Teje, die Tochter eines Provinzpriesters, und erhob sie
zu seiner Königin. Aus dieser Ehe ging Amenophis IV.,
der sich später Echnaton nannte, hervor.
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Seine Jugend
Um 1403 v. Chr. wurde Amenophis als Sohn von Thutmosis und
Mutemwia geboren. Thutmosis war der Sohn von Amenophis II.
Amenophis II. hatte die Macht und den Wohlstand Ägyptens
weiter gefestigt und ausgebaut. Er verstarb um 1401 in seinem
26. Regierungsjahr. Sein Sohn Thutmosis wurde zum Pharao
gekrönt, obwohl er nicht der älteste Sohn von
Amenophis II. war.
Wie sein Vater interessierte sich auch Thutmosis IV. für
den Sonnenkult um den Gott Aton. In seinem Thronnamen Mencheperure
zeigte er, dass er sich dem Sonnengott Re verpflichtet fühlte.
Thutmosis IV. regierte sein Reich von der Stadt Memphis
aus. Sein Sohn Amenophis wuchs im so genannten Haremspalast
in Gurob, in der Nähe der Oase Fajum, auf. Hier lernte
er die hieratische und die Keilschrift, Lesen und Mathematik.
Daneben erhielt er auch eine militärische Ausbildung.
Amenophis wurde im Alter von acht Jahren zum Erben ernannt.
In den nächsten Jahren begleitete er seinen Vater auf
dessen Kriegszügen. Thutmosis IV. verstarb nach knapp
zehn Regierungsjahren 1391 v. Chr.
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Seine Regierungszeit
Sein zwölfjähriger Sohn wurde als Amenophis III.
zum Pharao gekrönt. Im selben Jahr heiratete er Teje.
Seine Mutter Mutemwia wurde zur Regentin ernannt. Wie seine
Vorgänger betätigte sich der neue Pharao auch
als Bauherr. Er ließ die Bauten seines Vaters fertig
stellen und erweiterte den Tempel von Karnak. Er errichtete
auch den zehnten Pylon in der Mauer des Tempels und errichtete
hier die größte Statue, die je in Ägypten
errichtet wurde. Leider ist sie nicht vollständig erhalten
geblieben.
1387 zog er gegen das aufständische Nubien und besiegte
die Rebellen. Es sollte der einzige bedeutende Kriegszug
seiner Amtszeit bleiben.
- Ringen um die religöse
Macht
Der Pharao verlegte seinen Palast nach Theben. Über
die Gründe spekulieren die Historiker. Einer der Gründe
könnte gewesen sein, dass der Herrscher die Macht der
Priester des Amuntempels beschneiden wollte. Die Priester
hatten in den Jahren so viel Macht bekommen, dass sie auch
Einfluss auf die Thronfolge nehmen konnten. Erst Thutmosis
IV. bestimmte sich vor der Sphinx zum Pharao und fragte
nicht die Priester Amuns.
Amenophis III. wollte auch den neuen Sonnenkult um Aton
der Macht der Amunpriester entgegen-setzen. Um seinen Machtanspruch
zu dokumentieren, ernannte er ihm treu ergebene Vertraute
zu Priestern des Amun.
In zahllosen Tempeln ließ er von sich eine Statue
neben denen der anderen Götter aufstellen. Auf den
Inschriften stand jeweils "Amenophis, geliebt von...".
Es folgte der jeweilige Göttername. Sein Machtanspruch
ließ er auch dadurch ausdrücken, in dem Götterstatuen
sein Gesicht erhielten. Es war auch auffallend, dass der
Pharao zahlreiche weibliche Götterstatuen aufrichten
ließ.
Ursache dafür war seine Verehrung der Göttin Maat,
der Tochter des Sonnengottes, die für Ordnung und Harmonie
verantwortlich war und die Symbolfigur für die Macht
eines Pharao war.
Der Pharao erschien in den Reliefs häufig in Begleitung
von Göttinnen. Auch die weiblichen Mitglieder der Familie
wurden mit ihm auffallend oft dargestellt.
- Wohlstand
Die Macht Ägyptens war so gefestigt, dass Amenophis
III. keine Kriege zu führen brauchte. Eine geschickte
Bündnispolitik sicherte außerdem die Position
des Reiches. So heiratete er mehrere ausländische Prinzessinnen,
um die Verbundenheit der Staaten zu zeigen. Als erste heiratete
er die Tochter des Herrschers von Mitanni, Giluchepa.
Der Frieden unter seiner Herrschaft sorgte für den
Wohlstand des Landes. Man bezeichnete seine Regierungszeit
als ein goldenes Zeitalter. Amenophis III. war für
seine Untertanen der goldene König.
Ägypten hatte zu dieser Zeit etwa vier Millionen Einwohner.
Die bedeutendste Stadt war zu dieser Zeit Theben, obwohl
sie nicht Verwaltungshauptstadt war.
- Theben
Amenophis erbaute und veränderte nicht nur die religiösen
Gebäude der Stadt, er ließ auch Verwaltungs-
und Wohngebäude errichten.
Die höheren Beamten lebten in mehrstöckigen Häusern
und hatten vor der Stadt ihre Villen für die Erholung.
Die Villen bestanden aus Lehmziegeln und waren weiß
gestrichen. Die Fenster der Gebäude waren hoch gelegen
und ließen den Wind zur Kühlung durch die Räume
wehen. Die Wände waren bemalt und die Böden mit
Fliesen bedeckt. Die Villen konnten bis zu 40 Zimmern haben.
Flure und Hallen trennten die Zimmer. Auch Bäder waren
vorhanden. Auf das Dach gelangte man über Treppen.
Hier oben, unter Pavillons, saßen oder schliefen die
Bewohner. An Möbeln gab es Hocker, Stühle, Tische
und Truhen. Die Bewohner schmückten ihre Wohnungen
auch mit Blumen.
- Verwaltung, Militär
Der Wohlstand des Landes wurde durch eine effektive Verwaltung
garantiert. Zahlreiche Verwaltungs-beamte sind bis in unsere
Gegenwart bekannt, weil Amenophis diese auf zahllosen Bildern
darstellen ließ und viele Beamte prachtvolle Gräber
erhielten.
Die Ämter der Beamten waren erblich. Aber man konnte
auch wegen guter Leistungen in hohe Positionen gelangen.
So war der angesehenste Beamte des Pharao aus einfachen
Verhältnissen aufgestiegen und wurde später sogar
als Gott verehrt.
Obwohl Amenophis III. keine nennenswerten Feldzüge
führen musste, vernachlässigte er nicht das Militär.
Unter seiner Führung wurden die Streitwagen-Einheiten
bedeutungsvoller und erste Kavallerietruppen wurden aufgestellt.
Das Heer wurde unterteilt in Zügen, Kompanien und Divisionen.
Eine Kompanie bestand aus etwa 250 Soldaten, eine Division
konnte bis zu 5000 Mann umfassen. An Waffen besaßen
sie sichelförmige Schwerter, Dolche und Bogen. Erste
Rüstungen tauchten in dieser Epoche auf.
- Ende der Regierungszeit
Als Thronerbe stand sein Sohn Thutmosis fest. Doch dieser
starb, so dass Amenophis seinen gleichnamigen Sohn, den
späteren Echnaton, als Erben einsetzte.
Wie Thutmosis III. konnte auch Amenophis III. ein Sed-Fest
feiern. Wie viele seiner Vorgänger ließ der Pharao
sich bereits zu Lebzeiten einen Totentempel errichten. In
Kom el-Hetan wurde er gebaut. Historiker vermuten heute,
dass der Tempel größer als der Tempel in Karnak
gewesen war. Leider sind nur Reste seines Totentempels erhalten
geblieben. Die berühmten Memnon-Statuen am östlichen
Pylon legen noch heute Zeugnis vom Tempel ab.
Im Süden befand sich eine Doppelstatue, die den Herrscher
mit seiner Frau Teje zeigen. Zu ihren Füßen saßen
drei Töchter. Im Sonnenhof standen mehrere Statuen
des Pharaos, die ihn als Osiris zeigten.
Der Tempel wurde regelmäßig von den Nilwassern
überflutet. Der Effekt war erwünscht. Gingen die
Fluten zurück, "erstand" der Tempel als Zeichen
der Wiedergeburt neu.
Nach 38 Regierungsjahren verstarb Amenophis III. um 1354
v. Chr.
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