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Wer
war Clytia?
(oder Antonia, die Mutter des Kaiser Claudius?)
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Der
Mythologie nach war Clytia eine Wassernymphe die am Boden der
Meeres wohnte. Sie war umgeben von Muscheln und Seepferdchen und
ruhte sich immer auf Kissen aus wunderschönen Seemoos aus.
Sie hatte auch einen eigenen Garten in dem sie sehr viele Stunden
damit verbrachte, Ihre Anemonen, Seegrass und Lilien zu pflegen.
Lange Zeit war Clytia eine zufriedene und glückliche Nymphe,
geliebt von Ihren Freundinnen und verwöhnt duch feinst gewebte
Kleider aus edelsten Gräsern und geschmückt mit den
erlesendsten Muscheln. Eines Tages jedoch hörte Clytia ein
Lied, in dem der wundervolle Sonnengang beschrieben wurde, der
über dem Wasser täglich sein Schauspiel gab. Nachdem
sie dieses Lied gehört hatte konnte sie an nichts anderes
mehr denken und war ganz unglücklich, denn niemand wollte
sie zur Oberfläche begleiten um das Licht zu sehen, denn
alle Ihre Freundinnen warnten sie, dass noch niemand von ihnen
dieses Licht gesehen habe und es viel zu gefährlilch sei.
Aber eines Tages riss sie aus und entkam ihren Freundinnen, schnell
bestrebt an die Oberfläche zu kommen und das verheißungsvolle
Licht zu sehen. Und so kam es, dass in dieser warmen Sommernacht
der Ankunft auf einem kleinen, kargen Eiland, sie müde wurde
und in einen tiefen Schlaf verfiel.
Als sie wieder zu sich kam, es war am frühen Morgen, begann
gerade die Welt zu erwachen und Clytia, die noch nie einen Baum
oder eine Blume gesehen hatte war so von Staunen erfüllt,
dass auch die Vögel und der Windhauch ihr wie ein Traum erschienen.
Doch all das war nicht verglichen mit dem Schauspiel, dass sich
nun im Osten vorbereitete, denn Apollon in Gestalt der Sonne begann
seinen Weg durch den Tag und blendete Clytia mit all seiner Schönheit.
Sie konnte diesem Schauspiel garnicht genug Aufmerksamkeit schenken
und wendete sich mit ihrem Gesicht, ihren Armen und ihren ganzen
Körper ganz Apollon entgegen, den sie im Strahlenkranz der
Sonne erkennen konnte. So saß sie den ganzen Tag in Anbetung
des Apollon und ihr Herz wurde in Liebe zu ihm gefüllt. So
ging es nun Tag um Tag, sie aß nicht und sie trank nicht
und wartete des Nachts nur voller Sehnsucht auf Ihren Geliebten,
der zum Morgen wieder erscheinen sollte. So ging es ihr 9 Tage.
Am 10. Tag jedoch beugte sich sich über die Wasseroberfläche
und musste erkennen dass sich ihr Gesicht verändert hatte.
Denn jetzt sah sie nicht mehr ihr schönen Nymphengesicht
sondern eine Blüte mit goldenen Blütenblättern
und dem Aussehen der Sonne sehr ähnelten. Und so hatte sich
die kleine Nymphe Clytia in ihren Tagen der Liebe zu Apollon in
eine Sonnenblume verwandelt und begann nun ihr Leben auf dem Festland.
Seitdem gedeihen Sonnenblumen fast ohne Wasser und Nährstoffe
auf dem kleinsten, kargen Boden und richten immer Ihren Kopf nach
der Sonne - so erzählt es uns die Sage.
Neuere
Nachforschungen belegen, dass es sich bei der Büste der Clytia
um eine Figur, die Ihren Ursprung wohl in Rom hatte, denn es soll
Antonia, Tochter des Mark Anton und der Octavia dargestellt sein,
welche auch die Muter des römischen Kaisers Claudius war.
( 40 - 50 n.- Chr,.)
Diese Büste wurde während des 18. Jhdt. in verschiedenen
Ausführungen in Marmor nachgeschnitten. Die wohl bekannteste
Replike befindet sich im Britisch Museum in London unter GR Cat.
Sculpture 1874 aus der Townley Collection.
Über
den Verbleib des Originales ist uns zur keine Information vorliegend.
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