EUTHYDEMOS II, KÖNIG VON BAKTRIEN
wohl 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr.


 

Um das Jahr 25o v. Chr. löste sich das Reich Baktrien vom seleukidischen Herrschaftsgebiet unter eigenen Königen griechischen Stammes ab. Die Fürsten, deren Machtansprüche weit nach Indien hinein sich erstreckten, haben der Geschichtsbetrachtung wenig mehr als ihre sorgfältig gearbeiteten, in gutem griechischen Stile gehaltenen Münzen hinterlassen, darunter eine bemerkenswerte Reihe von Erinnerungsgeprägen, welche die Reichsgründer feiern.

Von einem dieser durch sein Münzporträt wohlbekannten Herrscher stammt die umfangreichste Goldmünze der Alten Welt, ein Zwanzigstaterenstück von 4,7 cm Durchmesser und 168,05 g Gewicht. Im Verlauf der Prägung weicht auf den Aufschriften das Griechische der einheimischen Sprache und Schrift. Die kleinen Denkmäler der Hellenisierung des Ostens reichen bis an das Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts.

 

 

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