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Wer
war Hektor?
Hektor
war der erste Sohn des Königs Priamos von Troja und Bruder
des Paris und hatte eine wichtige Rolle im trojanischen Krieg
gespielt.
Er
gilt als vorbildlicher Vertreter des tapferen und todesmutigen,
ritterlichen Mannes und verkörpert das griechische Heldenideal.
Mit seinem Bruder Paris stand er nicht zu besten, er veachtete
ihn sogar wegen seiner unmännlichen Eitelkeit und seiner
Feigheit und konnte es ihm nie vergessen, dass er einer Frau wegen
(nämlich der schönen Helena) Troja in einen grauenhaften
Krieg stürzte.
Besonders
2 Motive aus dem Leben Hektors wurden in der Dichtung und darstellenden
Kunst immer wieder verwendet. Zum einen der Abschied Hektors von
seiner Gattin Andromache und seinem Sohn Astyanax auf der Plattform
des skäischen Turmes von Troja, welcher zur klassischen Abschiedszene
in der Weltkunst wurde, Vorbild und Leitmotiv für jene immer
wiederkehrende, von Wehmut, Angst und Hoffnung bestimmte Situation,
in der der Mann in die Todesgefahr des Krieges hinaus zieht und
von seiner Familie getrennt wird.
Zum
anderen die Szene Hektor im Kampf mit Ajax. Um das blutige Schlachten
zwischen Trojanern und Griechen zu beenden, fordert Hektor einen
der tapfersten unter den griechischen Herrführern zum Zweikampf
auf, in dem stellvertretend für die Heere beider Seiten über
Sieg oder Niederlage entschieden werden soll. Das Los bestimmte
daraufhin den riesigen Ajax auf griechischer Seite zum Gegner
von Hektor. Zwischen den beiden tobt ein Kampf bis zur Erschöpfung
und wird mit allen Mitteln geführt, doch sind sich beide
ebenbürdig, und der Kampf der Helden geht unentschieden aus.
Hektors
Schicksal erfüllt sich, als es während des Endkampfes
um Troja zu einer Begegnung mit Achilleus kommt, dem körperlich
stärksten und tapfersten Helden der Griechen. Allein dessen
gewaltige Erscheinung versetzt selbst einen Mann wie Hektor in
Angst und Schrecken, so dass er sich abwendet und flieht und dreimal
in tödlichem Wettlauf die Stadtmauern umkreist. Die Menschen
schauen aus den Lagern Trojas und der Griechen zu und auch die
Götter warten gespannt auf das Ausgehen des Geschehens und
fällen letzten Endes auch die Entscheidung darüber.
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Pallas Athene, die anfangs die Stadt noch geschützt
hatte um später zu ihrer grimmigsten Feindin zu werden,
entscheidet sich gegen Hektor. Durch eine List bringt Athene
den fliehenden Hektor zum Stehen. In der Gestalt des Trojaners
Deiphobos überredet sie ihn nicht länger zu fliehen
sondern sich mannhaft dem Gegner zu stellen. Athene aber
unterstützt Achilleus und reicht ihm nicht nur den
Speer, sondern lenkt auch seinen Flug. Noch im Todeskampf
kennt Achilleus keine Gnade und zieht Hektor Riemen durch
die Sehnen der Füße und schleift den dann Toten
mit dem Gesicht zur Erde durch den Staub. |
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(Grösse: 25 x 33 mm, Euro 3,80)
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