Was ist ein Satyr ?

 

Die Satyrn gehören zu den vielen Naturdämonen der Antike, sie sind Mischwesen aus Pferd und Mensch (mit Pferdehuf, Pferdeschwanz und Pferdeohren, sonst aber menschlich gebildet).

Später in der bildenden Kunst vor allem zusammengesetzt durch Mensch und Ziegenbock, mit Hörnern und Bockfüßen. In späteren Darstellungen tritt auch das tierische etwas zurück.

Die Satyrn gehören als übermütige, derb-drastische Figuren zum Gefolge des Weingottes Dionysos, heiter und trinklustig treiben sie alle möglichen derben Späße, stellen lüstern allem Weiblichen nach, und werden gerade auch in späteren Darstellungen eher als neckende und verspielt liebevolle Wesen dargestellt.

Der römische Dichter Äsop erzählt eine hübsche Geschichte vom tölpelhaften und begriffstutzigen Satyr beim Bauern. Dieser Satyr, der bei einem Bauern zu Gast war, fragte diesen, warum er denn in die Suppe blase - um sie zu kühlen, antwortete dieser; wenig später sieht der Satyr, dass der Bauer sich in die gefalteten Hände haucht und fragt wiederum nach dem Grund - um sie zu wärmen, antwortete der Bauer!

Wegen dieser, in seinen Augen so widersprüchlichen Aussage beschimpft der einfältige Satyr daraufhin den Bauern sehr zornig als "doppelzüngig".
 

 

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