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Wer
war Vesta / Hestia?
Sie
war eine Tochter des Kronos und der Rheia , Schwester der Demeter,
und war die Göttin des Feuers, der Hausbaus und überhaupt
eine Schutzgöttin der Familie. Daher waren Ihre Altäre
in jedem Haus zu finden, meist in der Nähe des Herdfeuers,
das ihr geheiligt war, und ihre Opfergaben bestanden immer aus
dem ersten Teil des gegarten für die Göttin. Diese Opfergabe
nannte man HESTIAEN.
Vesta / Hestia
verschmähte alle Liebe, obwohl Poseidon und Apollon sehr
stark um ihre Zuneigung buhlten, und auf ihr Bitten erhielt Sie
von Zeus die Erlaubnis, keusch bleiben zu dürfen und wurde
somit auch die Beschützerin der Keuschheit.
Abgebildet
wurde Sie in der Kunst meist als sehr schlanke Frau mit edler
Miene, züchtig in eine Gewand gehüllt, manchmal mit
einem Schleier über dem Haupt, in der Hand ein kleines Bild
der Minerva, eine Lampe oder eine Opferschale und in der anderen
manchmal einen Stab.
Die Priesterinnen
der Göttin ( zu Beginn 4 und dann 6 ) nannten sich die Vestalinen.
Es waren derer sechs, in lange weisse Gewänder gehüllt
mit einem Purpurmantel umhangen und mit der Berufung das heilige
Feuer nicht verlöschen zu lassen. Sie mussten sich im Alter
von 6 - 10 Jahren für den Dienst im Tempel entscheiden und
diesen 30 Jahre keusch absolvieren. Danach durften sie zwar heiraten,
doch wurde dies nicht gerne von der Bevölkerung gesehen,
als ehemalige Wächterin der Keuschheit, dachte die Bevölkerung
wurde dies den Unwillen der Göttin hervorrufen. Die Priesterinnen
genossen sehr hohes Ansehen und bedeutende Vorrechte. So z.B.
war ihre Person unverletzlich, ohne väterliche Gewalt und
sie durften frei über ihr Vermögen walten. Beim Durchgang
durch die Strassen von Rom trugen Lictoren (Gerichtsdiener) ein
Bündel von Stäben (faces), aus welchen eine Axt hervorkam,
vor ihnen her, eine Auszeichnung, die außer ihnen nur den
Consuln ( obersten Magistratspersonen) vorbehalten war.
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