Wer waren die Grazien / Chariten?


Grazien hießen bei den Römern die drei lieblichen Mädchengestalten, die im Griechischen den Chariten entsprechen.

Sie sind Töchter des Jupiter/Zeus und treten, in der Legende wie in der Kunst, immer dann auf, wenn Charme ( gr. charis und lat. grazie) personifiziert als Anmut, Frohsinn und Schönheit dargestellt werden soll. Nach Hesios (Theogonie 907) hiessen sie Aglaia, Euphrosyne und Thalia.

In diesen Symbolgestalten sind sie in Werken der Malerei und der Plastik von der Antike bis in die Malerei des 18. Jhdts. sehr häufig anzutreffen.

Handausformung als Relief nach einem vollplastischen Modell von Bertel Thorwaldsen Rom 1817.

Dieses hinreißende Flachrelief beruht auf der Grundlage der am Anfang des 19. Jhdt. von Bertel Thorwaldsen geschaffenen Figurengruppe "3 Grazien mit einem Amor". (s. Unten)

Ursprünglich hatte Thorwaldsen in seinen vollplastischen Schöpfung den Amor zwischen die Beine der 3 Grazien und damit etwas in den Hintergrund gesetzt, was bei dieser Ausführung zugunsten der besseren Bildkomposition vernachlässigt wurde.

Um die Details des Flachreliefs zu erhöhen, gruppierte er in der vorliegenden Fassung die 3 Grazien neu, damit die Dynamik eher durch die zentrale Figur ausgelöst wurde. Der Amor wurde auf die rechte Seite gesetzt um eine Verlängerung zum angewinkelten Arm der rechten Grazien zu setzen.

Aufwendig ist vor allem die Umsetzung der Körperlichkeit durch den aus dem Relief ragenden Fuss der mittleren Grazie, welcher uns vielleicht zeigen soll, dass Thorwaldsen trotz Reliefausformung nicht auf einen gewissen Einfluss aus seiner Freiplastik verzichten wollte.


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(Originale Freiplastik, Kopenhagen)


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(Grösse: 15,7 x 18,7 cm, Euro 95,00)

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