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Herakles/Herkules und die Hesperiden
Hesperiden
hießen drei Nymphen und Töchter des Atlas - nach früherer
Auffassung sogar heimtückische Vogelwesen (Harpyien) - die
in einem wundervollen Garten am nördlichen Ende der Welt
einen Baum zu bewachen hatten, dessen Äste nur goldene Äpfel
trugen. Diesen Baum hatte einst die Göttin Gäa wachsen
lassen, um ihn bei der Hochzeit des Zeus mit Hera den Beiden zum
Geschenk zu machen.
Außer
den Hesperiden hatte Gäa auch noch einen hundertköpfigen
Drachen zum Wächter der kostbaren Goldäpfel bestellt.
Herakles
Aufgabe war es nun, den Hesperiden die goldenen Äpfel wegzunehmen
und sie dem Eurystheus zu bringen. Dies war mit vielen Problemen
verbunden, denn er wußte garnicht wo sich den der geheimnisvolle
Garten befand. So reiste er durch Lybien, Ägypten, Arabien
und Asien, immer Ausschau haltend nach Hinweisen auf dieses Paradies.
Nach vielen Abenteuern wurde Herkules von Kyknos aufgehalten,
er war ein Sohn des Kriegsgottes Mars/Ares, der ihn zum Kampf
aufforderte. Nachdem der Kampf wegen eines großen Gewitters
abgebrochen werden musste, reiste er weiter durch die Welt und
gelangte er nach Illyria wo er sich des Meeresgotte Nereus bemächtigte,
denn dieser wußte um das Geheimnis und die Lage des wundervollen
Gartens.
Nereus
verwandelte sich in alle möglichen Gestalten, nur um dem
Herkules zu entfliehen, doch es gelang ihm nicht, Herkules hielt
ihn fest bis er sein Geheimnis preisgab. Seinen Weg nun zielgerichtet
bescheitend, wurde er von Antaeus, dem Sohn des Meeresgottes Poseidon,
aufgehalten, der ihn ebenso zum Kampfe aufforderte.
Herkules
bezwang ihn, indem er ihn vom Boden hochhob und zerquetschte,
denn nur wenn Antaeus den Boden berühren konnte hatte er
Kraft. Nach seinem Sieg traf er nun auf Busiris, einen weiteren
Sohn Poseidons, der ihn gefangen nahm um ihn auf einem Altar zu
opfern. Doch ihm gelang die Flucht, indem er Busiris tötete
und seinen Weg fortsetzte.
Angekommen
am Berg des Kaukasus traf er auf den angeketteten Prometheus.
Dieser wurde bestraft weil er mit den Göttern Spott trieb
und den Menschen durch eine List die Gabe des Feuers überbrachte.
Als Strafe wurde er an einen Felsen gekettet und einmal am Tag
kam ein riesiger Adler, der sich auf dem geschundenen Leib des
Prometheus niederlies um sich an seiner Leber gütlich zu
tun. Danach wuchs Prometheus die Leber wieder innerhalb eines
Tages neu heran und der Arme musste am nächsten Tag die schmerzvolle
Prozedur wieder über sich ergehen lassen. Dies geschah nun
schon 30 Jahre als Herkules auf Prometheus traf und den riesigen
Adler tötete.
Aus
Dankbarkeit erzählte Prometheus dem Herkules das Geheimnis
der Äpfel. Er solle doch den gewaltigen Titan Atlas nach
den Äpfeln schicken, anstatt seinerselbst, denn Atlas war
es Leid, die Last des Himmels noch länger zu tragen und würde
für die Freude, davon wegzukommen und diese Bürde Herkules
geben zu können, jede Aufgabe übernehmen wollen.
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(British Museum, London)
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(Grösse: 150mm, Euro 29,80)
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Und
so geschah es dann auch während Herkules die Stelle des Atlas
einnahm und die Last des Himmels auf seinen starken Schulter trug.
Atlas schläferte den Drachen ein, überlistete die Hesperiden
und stahl die Äpfel. Als Atlas nun zurückkam, erklärte
er Herkules er würde die Äpfel selber zu Eurystheus
bringen, Herkules solle nur fleissig die Last auf seinen Schultern
behalten. Herkules willigte schlauerweise ein, bat jedoch ihm
einen Moment die Last abzunehmen um sich ein Tuch über die
Schultern zu legen, damit das Gewicht nicht zu sehr auf seine
Muskeln drücken konnte. Atlas legte die Äpfel zu Boden
und nahm vermeintlich kurz das Gewicht der Welt wieder auf seien
Schultern, während Herkules die Äpfel aufhob und sich
aus dem Staube machte, um sie zu Eurytheus zu bringen.
Nun
gab es noch ein letztes Problem, denn die Äpfel gehörten
den Göttern und so konnten sie nicht bei Eurystheus verbleiben.
Nach all seinen Herausforderungen entwendete Herkules sie nun
nocheinmal um diese heiligen Früchte auf den Altar der Pallas
Athene zu legen, von wo sie die Göttin wieder in den Garten
der Hesperiden zurückbrachte.
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