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Was
war der Raub der Sabinerinnen?
Die
Sabiner waren Viehzüchter, ansässig am Ufer des Tibers,
in deren Nähe Romulus die Stadt Rom gegründet hatte.
Wie viele Nachbarn Roms, lebten Sie in ständiger Angst vor
dem immer mächtiger werdenden Nachbarn, und vor allem erfüllte
sie Missgunst und Neid vor der schnellen Entwicklung Roms.
König Romulus aber hatte ganz andere, ernsthafte Probleme
zu lösen. Das groesste hiervon waren Nachwuchssorgen. Die
Bevölkerung Rom bestand überwiegend aus Männern,
und Frauen waren damit Mangelware. Romulus schickte oftmals vergeblich
Gesandte und Abgeordnete zu den Nachbarvölkern um friedliche
Verträge und Ehebündnisse zu schliessen. Doch das Misstrauen
vor den Römers war so gross, dass die Gesandten immer unverrichteter
Dinge zurück kehrten.
Da
blieb Romulus nur noch List und Gewalt. Er liess nun eine grosses
Fest zur Ehren von Neptun vorbereiten, feierlich und prächtig,
sodass er mit neugierigen Nachbarn rechnen konnte, welche er trotz
der vorhergehenden Meinungsverschiedenheiten gerne zu seinem Fest
einlud.
Während
eines veranstalteten Wettkampfes zugunster von Neptun, schwärmten
seine Krieger aus und rauben die schönen Töchter der
eingeladenen Sabiner vor den Augen der Eltern und machten sie
gewaltsam zu ihren Ehefrauen. Aus Rache versuchten nun die Sabiner
und mit ihnen befreundete Nachbarn Rom zu bekriegen, doch Romulus
blieb immer der Stärkere.
Die
jungen Sabinerinnen aber konnte auch Romulus mit allen Versprechnungen
nicht beruhigen, und auch die Ehemänner versuchten mit viel
Liebe und Zuneigung ihr Bestes.
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Doch
die Sabinerinnen begannen ihrerseits einen besonders klugen
Kriegzug um das ständige Gefecht zu beenden. Mitten
in einem solchen Gemetzel stürtzten sich die Frauen
zwischen die Reihen der Kämpfenden. Aus Sorge um Ihre
Vater und Kinder, aus Sorge um Ihre Grosseltern oder einfach
nur aus Liebe zu ihrem eigenen Volk. Das rührte nun
beide Seiten so sehr, dass es zu einer Versöhnung kam.
Von da an herrschten zwei Könige über Rom, Romulus
teilte seine Macht mit dem Sabiner Titius Tatius.
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