|
Wer
war John
Henning I?
schott. Bildhauer und Modelleur, * 2.5.1771 in Paisley bei Glasgow,
+ 8.4.1851 in London
Er begann in der Lehre seines Vater, eines Zimmermanns und Möbeltischlers,
Büsten und Medaillons in Wachs nach dem Leben zu modellieren,
erhielt 1800 in Glasgow derartige Aufträge und kam 1801 nach
Edinburgh, wo er unter John Graham an der Trustee´s Acad.
studierte.
Während seines dortigen Aufenthalts enstanden zahlreiche,
meist in Biskuitporzellan ausgeführte Medaillonbildnisse
bekannter Persönlichkeiten, darunter ein solches der Schauspielerin
Sarah Siddons (1808). Henning kam 1811 nach London, wo er in den
Sammlungen des Marquis Lansdowne und des Earl Grey, sowie im Burlington
House nach den dort vorrübergehend untergebrachten Elgin
Marbels zeichnete.
1812 erhielt er Aufträge von der Prinzessin von Wales und
der Prinzessin Charlotte, die bei ihm eine verkleinerte Elfenbeinnachbildung
einer Gruppe des Parthenonfrieses bestellte. Nachdem er ähnliche
Aufträge für den Herzog von Devonshire, Marquis Lansdowne
u.a. ausgeführt hatte, nahm er sein Hauptwerk, eine verkleinerte
Modellkopie des Frieses in Angriff., eine Arbeit, die ihn 11 Jahre
beschäftigte.
Während er damit bei Künstlern wie Canova und Flaxman
Beifall fand, bemängelten die Gelehrten seine ziemlich willkürlichen
Ergänzungen. Henning gehörte zu den Gründermitgliedern
der Society of Artists; außerdem stellte er bis 1828 in
der Royal Acad. und British Instit. aus. Mit Hilfe seines gleichnamigen
Sohnes verfertigte er Intagliokopien des Frieses von Phigalia,
der Raffael´schen Teppich-Karton und der Transfiguration,
die Friese am Tor des Hyde Park und für das Haus des Athenaeum
Club (Prozessionsszenen), u.a. eine Stichpuplikation seines Modells
des Parthenonfrieses, die er 1846 zus. mit dem Stecher Freebairn
zu veröffentlichen begann, blieb nach dessen Tod unvollendet.
Anläßlich eines Besuches in der Heimat (1846) wurde
er Ehrenbürger seiner Vaterstadt.
|
Henning
war auch Ehrenmitglied der Edinburgher Kunstakademie. Die
Sorgfalt und Genauigkeit seiner Arbeiten, deren viele durch
die Galvanoplastik weite Verbreitung fanden, wurde allgemein
bewundert.
|
(Anklicken
und Vergrössern)
(Grösse: je 22,5 x 6 cm, Euro 30,00/St.)
|
|